Kräuter im Garten, dazwischen Laub
Garten

Mulchen de Luxe: Her mit dem Laub!

Laub gibt’s in unserem Garten in rauen Mengen. Es rieselt von unseren Obstbäumen, von der Weinranke an der Grundstücksmauer sowie von den vielen Bäumen neben unserem Grundstück. Das ist mir recht. Ich freue mich über jedes Blatt. Laub ist nämlich ein natürlicher Winterschutz für Pflanzen und Wildtiere. Auf dem Rasen hat es allerdings nicht zu suchen. Der geht nämlich ein unter der Laubschicht. Darum harken wir es zusammen und verteilen es dort, wo es nützlich ist, und zwar:

  • auf allen freien Beeten
  • auf den Blumenrabatten
  • zwischen den Bodenbedeckern
  • auf dem sauren Beet mit Azaleen, Hortensien, Rhododendren etc.  

Im Frühjahr entfernen wir das Laub von den Gemüsebeeten und bringen einen Teil vermischt mit Rasenschnitt auf dem Komposthaufen. Den Rest lassen wir liegen, beispielsweise auf dem sauren Beet. Laub senkt nämlich den pH-Wert des Bodens und sorgt so für ein saures Milieu. Moorbeetpflanzen gedeihen darin besten.

Rotkohl, Mangold, Gründünger, dazwischen Laub
Auf unseren Beeten gibt es keine nackte Erde.

Laub schützt vor Kälte

Wir verteilen das Laub in einer dicken Schicht auf allen Beeten, aber auch in Kübeln. Es schützt die Pflanzen vor Kälte. Da es im Herbst oft regnet und dann im Winter manchmal sogar schneit, ist das Laub meistens nass genug, um nicht wegzufliegen. Wenn es doch mal trocken sein sollte, gießen wir es einfach. Das reicht aus.

Laub liefert Humus

Die unzähligen kleinen im Boden lebenden Tierchen zersetzen die jeweils untere Laubschicht und wandeln sie in Humus an. Damit führt Laub dem Boden wertvolle Nährstoffe zu. Das ist besonders dort gut, wo Pflanzen wachsen, die einen humosen Boden brauchen, wie Blühpflanzen.  

Laub bietet Tieren einen Unterschlupf

Igel, Erdkröten, Käfer, Hamster und viele andere Tiere brauchen im Winter eine Behausung. Die finden sie im Laub, denn es isoliert und eignet sich auch als Versteck. Speziell für Igel haben wir einen Unterschlupf aus Totholz und einen Laubhaufen unter einer großen Eibe gebaut. Das Totholz dient als Belüftung.

Laub in Großaufnahme
Dicht an dicht: So kommt kein Licht auf den Boden.

Laub verhindert Unkraut

Durch die dichte Laubschicht gelangt kein Licht auf den Boden. Damit hat Unkraut keine Chance und Ihr spart Euch viel Arbeit. Wenn Ihr im Frühjahr mal einen Blick unter die Laubschicht werft, seht Ihr dort nur noch schwarze, feinkrumige Erde, in der sich unzählige Regenwürmer tummeln.

Laub hält Feuchtigkeit im Boden

Dank der dichten Laubschicht verdunstet das Wasser nicht so leicht. Der Boden bleibt schön feucht, was auch unter anderem die Regenwürmer freut.

Beet mit Gründünger und Laub
Wo wir keinen Gründünger mehr ausbringen konnten, haben wir mit Laub gemulcht.

Komposthaufen oder Korb

Wer keinen Platz auf den Beeten hat oder dort kein Laub sehen will, kann es auch auf den Komposthaufen bringen. Es sollte allerdings nicht zu viel auf einmal sein. Der geringe Stickstoff-, aber hohe Kohlenstoffgehalt führt zu einer langsamen Verrottung. Gerade, wenn Laub feucht wird, verklebt es außerdem zu einer dicken Schicht und erschwert die Durchlüftung des Komposthaufens. Mischt das Laub mit stickstoffhaltigen Gartenabfällen, wie Rasenschnitt. Alternativ könnt Ihr auch Hornspäne untermischen. Für die Belüftung legt Ihr noch kleines Gehölz dazwischen.

Alternativ könnt Ihr das Laub auch in einem separaten Korb sammeln. Vermischt es im kommenden Jahr dann einfach mit Pflanzenerde. Dann könnt Ihr damit den Boden vor allem auf sauren Beeten verbessern. 

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