Teller mit Mangold, Kartoffeln und Fischfilet
Rezepte

Mangold mit Mehlschwitze

Für kleine und große Kinder   

Ich werde häufig gefragt, was man mit Mangold anfangen kann. Er sieht gut aus auf den Beeten, aber wie sieht er auch auf dem Teller gut aus? Oder besser noch: Wie schmeckt er am besten? Es gibt wirklich tolle Rezepte mit Mangold. Aber mein liebstes Mangold-Essen ist zugleich das in vielen Augen vielleicht unspektakulärste: Mangold mit Mehlschwitze. Früher fasste man so eine Art der Zubereitung auch unerotisch als Gemüse zum Überfüllen zusammen. Mir fällt leider aber auch kein aufreizender Begriff dafür ein. In diesem Fall empfehle ich, das Rezept einfach nachzukochen und zu probieren. Dann wird schnell klar, dass Mangold mit Mehlschwitze keine verbale Aufwertung nötig hat. Am besten schmeckt er mit Salzkartoffeln und gebratenem Fischfilet oder Spiegelei. Dieses Gericht ist übrigens das perfekte Kinderessen, wie die Erfahrung mit meinem eigenen gezeigt hat. Aber auch Erwachsene langen gerne zu .

frisch geschnittener Mangold mit roten und gelben Stielen
Frisch geschnittener Mangold

Und so geht’s

Zutaten für zwei bis drei Portionen

500 g Mangold (gefroren am besten)

50 g Butter

Wasser

100 ml Milch

1 EL Sahne

Muskatnuss

Blanchierter Mangold in einer Gefrierdose.
So sieht der Mangold kurz vorm Einfrieren aus.

Zubereitung

Da ich nicht so gerne mit frisch geerntetem Mangold koche, nehme ich am liebsten gefrorenen. Wie das geht, findet Ihr auch auf dem Blog. Frisch geernteten müsst Ihr erst noch blanchieren, aber das geht natürlich auch. Den blanchierten oder aufgetauten Mangold drückt Ihr so aus, dass kaum noch Wasser enthalten ist. Dann formt Ihr daraus einen Ball oder einen Haufen und schneidet ihn so klein wie möglich. Am besten funktioniert das mit einem großen Messer oder einem Wiegemesser. Ich würde ihn nicht pürieren, damit man auch noch merkt, dass man Gemüse isst und keinen aus Pulver angerührten Brei (so was wurde uns mal in einem Restaurant serviert). Die Butter im Topf anschwitzen und das Mehl hineinrühren. Schnell mit kaltem Wasser ablöschen und rühren, bis eine Art Brei oder dicker Pamps entsteht. Dann wieder Wasser hinzufügen und rühren. Rühren ist bei der Mehlschwitze ganz wichtig, da sie sonst sofort anbrennt. Wenn die Masse schön cremig ist, also eine dicke Soße, rührt Ihr nach und nach die Milch hinein. Es darf auf keinen Fall zu flüssig werden. Eine cremige Konsistenz ist das Ziel. Jetzt rührt Ihr den zerkleinerten Mangold hinein und lasst das Ganze fünf bis zehn Minuten vor sich hinköcheln. Mit Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken. Guten Appetit!

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